Der Hyperlink - Arten der Verlinkung
In vielen Dokumentationen ist zu lesen, dass der Britte Tim Berners
Lee die Hyperlinks erst mit der Entwicklung der so genannten HTML-Auszeichnungssprache
im Jahre 1989/90 erfunden hat, doch so ist das nicht ganz richtig.
Tim
Berners Lee hatte nach eigenem Bekunden schon immer ein schlechtes
Personen- und Namensgedächtnis und hatte sich deshalb bereits
im Jahre 1980 ein kleines Computerprogramm mit der Bezeichnung "Enquire"
geschrieben. Mit diesem Programm konnte er persönliche Daten
von Karteikarten verknüpfen und aufrufen. "Enquire"
wurde niemals veröffentlicht, bildete aber die konzeptionelle
Grundlage für das "World Wide Web" und somit auch für
Hyperlinks und HTML.
Erklärung Begriff Hyperlink
Der Begriff Hyperlink
kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Verknüpfung",
"Verbindung" oder auch "Verweis". Im deutschen
Sprachgebrauch hört und liest man allerdings zumeist einfach
nur die Bezeichnung "Link". Der Hyperlink kann auf einer
Webseite in verschiedenen Formen dargestellt werden. Beim Ausführen
des Links wird automatisch das in dem Hyperlink angegebene Zieldokument
aufgerufen. Dies kann ein Ziel innerhalb des Dokumentes, innerhalb
der Website oder auch zu einer komplett anderen Website sein. Hyperlinks
können zudem eingesetzt werden, um Filme aufzurufen, Downloads
zu aktivieren oder auch einfach nur verschiedene Bilder oder Animationen
zu betrachten.
Hyperlinks werden in HTML-TAGS eingebunden
Wie die ganzen HTML-Befehle, so sind auch Hyperlinks in eckigen
Klammern (Tags) eingebettet. Die meisten der HTML-Befehle beginnen
mit einem öffnenden TAG <html>, dann folgt ein einzubettender
Inhalt wie beispielsweise Text, Grafiken oder andere Elemente (beispielsweise
weitere TAGS) und dann ein sich schließender TAG </html>.
Es gibt auch HTML-Befehle, die keinen schließenden TAG benötigen
wie beispielsweise ein Zeilenumbruch mit <br> oder auch eine
horizontale Linie mit <hr>. Den einzelnen TAGS kann man weitere
Attribute zuordnen (hierzu
an anderer Stelle mehr). In der Vielzahl der TAGS innerhalb
einer Webseite werden oft die sich schließende TAGS nicht
oder fehlerhaft eingetragen. Die heute gängigen Web-Browser
"verzeihen" dem Webmaster derartige Fehler und zeigen
die meisten Inhalte trotzdem richtig an.
Die HTML-Befehle (TAGS) für Hyperlinks sehen beispielsweise
wie folgt aus:
<a href="der-hyperlink-link-attribute.htm">Link-Attribute</a>;
die nackten TAGS hierfür lauten eigentlich <a>. </a>.
Ein "a"-TAG benötigt allerdings ein Attribut "href",
um auf das Ziel springen zu können.
Hyperlink mit Anker zum "Springen"
Wenn Sie auf eine Stelle innerhalb einer einzelnen Webseite verweisen
(springen) möchten, so bedient man sich eines zusätzlichen
"Ankers", der mit einem eindeutigen Namen zu versehen
ist und direkt an die Stelle positioniert wird, zu der nach Ausführen
des Hyperlinks "gesprungen" werden soll. Dieser "Anker"
sieht dann beispielsweise wie folgt aus: <a name="zweiterabsatz"></a>.
Der dazu gehörige Hyperlink TAG wäre dann wie folgt zu
schreiben: <a href="#zweiterabsatz">Zweiter Absatz</a>.
Die jeweiligen Namen und Bezeichnungen eines Ankers können
Sie selbst bestimmen. Anker-Namen dürfen nur aus Buchstaben
und Zahlen bestehen; Anker-Bezeichnungen dürfen allerdings
nicht mit einer Zahl beginnen.
Möchten Sie via Hyperlink zu einer anderen Webseite innerhalb
des eigenen Projektes "springen", so fügen Sie im
"a"-TAG als Ziel lediglich den Namen der jeweiligen Webseite
ein. Dieser TAG würde dann beispielsweise wie folgt aussehen:
<a href="der-hyperlink-link-attribute.htm">Link-Attribute</a>.
Hyperlinks zu anderen Web-Projekten
Möchten Sie mit einem Hyperlink zu einer komplett anderen Webseite
"verlinken", so ist nach dem href die komplette Website-Adresse
(URL) einzutragen. Ein derartiger TAG könnte dann beispielsweise
wie folgt aussehen:
<a href="http://de.selfhtml.org/" target="_blank">Info-Seite</a>.
Das Attribut target="_blank" bedeutet in diesem Fall,
dass sich beim Anklicken des Links ein neues Browser-Fenster öffnet,
schließlich möchte ich Sie als Leser nicht verlieren.
Wenn Sie nach dem href und dem http:// die drei bekannten w´s
vermissen: Die Original-URL schreibt sich so wie dargestellt, also
ohne "www". Ich habe Ihnen die URL auch mit Bedacht genannt,
denn SELFHTML
ist eine sehr bekannte Seite die gerne von Anfänger-Webmaster
besucht wird. Als Einstiegsseite empfehle ich Ihnen die so genannte
Quickbar.
Hier finden Sie sehr schnell alle Informationen nach denen Anfänger
zumeist suchen und fragen.
Anzeigeformen eines Hyperlinks
Die Hyperlinks auf Ihrer Website können Sie in verschiedenen
Formen anzeigen lassen. Zumeist sind die TAGS des Hyperlinks um
ein markantes Keyword gelegt wie beispielsweise "Download hier"
oder "FAQ" oder "Kontakt" oder auch "Beispiele
für Hyperlinks". Häufig wird auch die direkte
URL angezeigt oder auch eine Grafik, auf die Sie klicken können.
Der im Web-Browser sichtbare Teil des Hyperlinks wird dabei immer
zwischen den geöffneten und dem sich schließenden TAG
gesetzt.
Hyperlink-Bezeichnungen in der Fachsprache
Damit Sie die Fachsprache der Profis verstehen, hier noch die "Fachbegriffe":
Ein Hyperlink wird im allgemeinen Sprachgebrauch als "Link"
oder vielleicht noch als "Verweis" betitelt. Verlinkungen
innerhalb eines Web-Projektes nennt man "Interne Links",
Verlinkungen (Verweise) zu anderen Projekten "Ausgehende Links"
und Links oder Verweise zur eigenen Site "Back-Links".
Wurde auf einer Seite ein Link zu einer anderen Seite oder zu einem
anderen Projekt gesetzt und die Seite oder das Projekt existiert
nicht mehr weil es gelöscht oder umbenannt wurde, so spricht
man von "toten Links".
Statistische Zahlen zur Verteilung von Hyperlinks
Zum Abschluss noch drei Zahlen die Profis hinsichtlich der "Verweise"
zu anderen Seiten nennen: Es heißt, durchschnittlich gehen
rund 20 Prozent aller Verweise auf einer Website zu Projekten die
sich mit den gleichen Themen beschäftigen oder sich im direkten
semantischen Umfeld der Site befinden (Friseur zu Friseur, Reiseveranstalter
zu Hotels, Rechtsanwalt zum Gericht usw.). Etwa zehn Prozent der
Verweise auf einer Site gehen durchschnittlich zu Websites, die
man auf dieser Site nicht erwarten würde (Friseur nennt die
Website-Adresse seines Sportvereins, der Schuster verweist auf einen
Motorrad-Club oder die Klöppelrunde verweist auf ein Wellness-Hotel).
Rund 70 Prozent aller Verweise ergeben sich aus dem beschriebenen
Text (ein Webmaster beschreibt seine Arbeitsweise und verweist auf
sinnvolle Downloads, ein Familienvater berichtet über seine
Reisen und verweist auf schöne Urlaubsorte, ein Verein berichtet
über regelmäßige Auswärtsspiele und verweist
auf eine bestimmte Taxi-Zentrale).
Googles Einschätzung zu Hyperlinks
Im Jahre 2009 gingen Meldungen durch die Presse in denen es hieß,
Google straft Webseiten ab, die Verweise zu anderen Portalen setzen.
Seither sind viele Webmaster verunsichert, inwieweit überhaupt
noch Verweise gesetzt werden können. Ich kann Sie beruhigen.
Google wird keine Seite abstrafen, nur weil der Webmaster ein anderes
Projekt empfiehlt. Hyperlinks bilden die Basis zur Beurteilung der
Qualität einer Website und des gesamten Internets. Google straft
nur dann Seiten ab, wenn die Verweise offensichtlich nicht ernst
gemeint sein können (beispielsweise, auf einem Nachrichtenportal
für politische Themen befinden sich plötzlich Emfehlungslinks
zu Hotels oder gar zu Partnervermittlungen. Ebenso können Verweise
zu Versicherungs- oder Finanzdienstleister auf der Webseite einer
Universität wohl kaum ernst gemeint sein). Ergeben die Verweise
aus dem Text heraus aber Sinn und bieten dem Leser einen Mehrwert
an Informationen, so haben sie durchaus ihre Berechtigung und der
Webmaster hat nichts zu befürchten.
|
|
Der Hyperlink
- Arten
der Verlinkung
- Link-Attribute
- Link-Power | Weiterleitung
- Rechtsauffassungen
bei Links
- Beispiele
Stärke einer Webseite
Sitemap
erstellen
|